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Noch immer werden in der asiatischen Spielzeugindustrie Menschenrechte und
grundlegende Arbeitsnormen verletzt. So verstoßen die mitunter extrem langen
Arbeitszeiten gegen gesetzliche Bestimmungen der Herstellungsländer, deren Mindestlohnbestimmungen
häufig missachtet werden. Auch nationale Arbeitsschutzbestimmungen werden grob
verletzt.
In der Spielzeugstadt Nürnberg kämpft gegen diese Missstände das Nürnberger
Bündnis Fair Toys. Dazu gehören Partner aus der katholischen und evangelischen
Kirche sowie Jugendzentrum, Menschrechtszentrum und das Menschenrechtsbüro der
Stadt Nürnberg. Ein starkes Bündnis!
Zusammen mit Misereor, der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, der
Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Familienbildungsstätten (BAG), der
Werkstatt Ökonomie und der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) unterstützen
wir die bundesweite Aktion "FAIR
SPIELT- für faire Regeln in der Spielzeugproduktion".
Im Juni 2001 nahm der Weltdachverband der Spielwarenindustrie ICTI (International
Council of Toys Industries) einen neuen Kodex an. Auch wenn dieser Kodex noch
manche Defizite aufweisen mag, wäre seine wirksame und branchenweite Umsetzung
ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der asiatischen
Spielzeugindustrie.
Wir rufen deshalb die Spielzeughersteller dazu auf, den neuen ICTI-Kodex in
ihren eigenen Fabriken und bei ihren Lieferanten in aller Welt wirksam, glaubwürdig
und transparent umzusetzen.